Home › Forums › PNG Vendor › Nach dem Schnitt werden Stäbe und Schnur entfernt, die Kante wird noch.
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angelinecastles.
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September 12, 2026 at 11:41 pm #39580
angelinecastles
ParticipantSorten, die einmal tragen, bilden im ersten Jahr Ruten, an denen im Folgejahr im Juni und Juli Früchte sitzen. Nach der Ernte stirbt diese Rute ab. Der Schnitt erfolgt also direkt nach der Ernte: Alle Ruten, die getragen haben, werden bodennah entfernt. Die jungen, grünen Triebe, die daneben stehen, bleiben stehen — sie tragen im nächsten Jahr. Ein häufiger Fehler ist, im Herbst oder Winter alle Ruten auf eine Höhe zurückzuschneiden. Damit nimmt man der Pflanze die Knospen für den nächsten Sommer und erntet fast nichts.
Wo genau die Astwulst sitzt und wie der Schnitt geführt wird Die Astwulst ist nicht bei jedem Gehölz gleich stark ausgeprägt. Bei Apfel, Kirsche oder Ahorn ist sie deutlich als Wulst zu erkennen. Bei Nadelbäumen und dünnen Zweigen fällt sie kaum auf. Um die richtige Stelle zu finden, sucht man die Stelle, an der die Rinde des Astes in die des Stammes übergeht. Der Schnitt erfolgt wenige Millimeter außerhalb dieser Verdickung. Die Säge wird parallel zum Stamm angesetzt, nicht schräg und nicht in einem Winkel, der in das Holz hineinschneidet.
Nach dem Schnitt werden Stäbe und Schnur entfernt, die Kante wird noch einmal aus einigen Metern Abstand geprüft. Kleine Abweichungen lassen sich mit der Handschere korrigieren, solange die Schnur noch gespannt ist. Wer die Schnur erst nach dem Aufräumen entfernt, hat die Kontrolle bis zum Schluss. Auf diese Weise bleibt die Heckenkante gerade — nicht durch Geschick, sondern durch eine simple Führung, die jederzeit wiederholbar ist.
Wenn im zeitigen Frühjahr aus Schnittwunden am Rebstock klare Flüssigkeit tropft, spricht man vom Bluten der Rebe. Das Phänomen tritt auf, sobald der Boden wärmer wird und die Wurzeln wieder Wasser aufnehmen. Weil die Pflanze noch keine Blätter hat, kann sie den Druck nicht über die Transpiration abbauen. Die Flüssigkeit wird stattdessen durch offene Leitungsbahnen nach außen gedrückt. Tropfen um Tropfen läuft sie am Stamm herunter, manchmal über Tage. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Zeichen dafür, dass der Stock lebt und arbeitet.
Bei stärkeren Ästen ist ein Vorgehen in drei Schritten sinnvoll. Zuerst setzt man einen Entlastungsschnitt von unten, etwa eine Handbreit vom Stamm entfernt. Danach folgt der eigentliche Schnitt von oben, etwas weiter außen. Der Ast bricht kontrolliert ab, ohne die Rinde am Stamm abzureißen. Erst jetzt wird der verbliebene Stumpf auf Astring nachgeschnitten. Dieser letzte Schnitt ist der entscheidende: Er entfernt den Rest bis knapp an die Wulst, ohne sie zu beschädigen.
Ein häufiger Fehler ist, das Bluten mit Wundverschlussmitteln oder Teer stoppen zu wollen. Solche Pasten können die Wunde sogar luftdicht abschließen und Fäulnis begünstigen. Besser ist es, den Stock in Ruhe zu lassen und für gute Luftzirkulation im Laubbereich zu sorgen. Wer im Frühjahr düngt, sollte stickstoffbetonte Mittel erst dann ausbringen, wenn die ersten Blätter ausgetrieben sind. Ein zu früher Stickstoffschub verstärkt den Saftdruck zusätzlich, ohne dass die Pflanze ihn nutzen kann.
Beobachten lässt sich das Bluten vor allem an warmen, sonnigen Tagen nach einer kühlen Nacht. Sinkt die Temperatur wieder, stoppt der Austritt oft von selbst. Wer den Stock regelmäßig kontrolliert, erkennt schnell, ob es sich um den normalen Frühjahrsdruck handelt oder ob die Wunde eitert, riecht oder sich verfärbt. Im zweiten Fall hilft nur, die betroffene Stelle bis ins gesunde Holz zurückzuschneiden und das Werkzeug danach zu reinigen. Ein gesunder Rebstock übersteht das Bluten problemlos und treibt wenig später kräftig aus.
Die Armlänge täuscht. Ein ausgestreckter Arm verschiebt den Körperschwerpunkt um mehrere Zentimeter nach außen, und mit der Säge in der Hand kommt Hebelkraft hinzu. Die Folge: Die Leiter beginnt zu kippen, lange bevor der Körper sichtbar aus dem Gleichgewicht gerät. Ein brauchbarer Richtwert: Der Werkzeugkopf sollte sich nie weiter als eine Unterarmlänge seitlich vom Holm entfernt befinden. Lässt sich der Schnitt nur mit gestrecktem Arm erreichen, ist der Standort falsch, nicht die Säge. Wer regelmäßig von Leitern sägt, gewöhnt sich an, die Säge mit beiden Händen zu führen, wo es die Säge zulässt; bei Einhandführung bleibt die freie Hand am Holm.
Wer Himbeeren wie eine einzige Kultur behandelt, verliert jedes Jahr einen Teil der Ernte. Der Grund liegt in der Fruchtbiologie: Ertrag bringt nur der einjährige Trieb, und zwar entweder einmal im Sommer oder ein zweites Mal im Herbst. Daraus ergeben sich zwei Gruppen, die unterschiedlich geschnitten werden müssen. Wer das verwechselt, schneidet im Frühjahr die Knospen weg, die im Sommer tragen sollten, oder lässt alte Ruten stehen, die nur noch Kraft ziehen.
Ein häufiger Fehler ist der Schnitt mitten durch die Wulst. Wird die Verdickung durchtrennt, verliert der Baum genau jenes Gewebe, das die Wunde verschließen soll. Die Folge ist eine offene Fläche, die Jahre braucht, um zu verheilen. Ebenso problematisch ist ein zu weit außen geführter Schnitt: Der Stumpf fault zurück, und der Baum kann ihn nicht überwallen. Ein sauberer Astring-Schnitt liegt zwischen diesen beiden Extremen.
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