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    hortenseshields
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    Ein zweiter Fehler ist der Schnitt ohne Plan. Wer jedes Jahr an anderer Stelle kürzt, bekommt eine unruhige Krone. Besser ist es, den Baum vor dem ersten Schnitt von zwei Seiten zu betrachten, die schönsten Leitäste auszuwählen und alles andere über mehrere Jahre zu entfernen. Nach dem Schnitt sollte die Krone so offen sein, dass ein Vogel hindurchfliegen könnte. Bleibt der Blick durch das Geäst frei, stimmen Licht, Luft und Astgerüst.

    Ein häufiger Fehler ist der Schnitt mit der Senkrechten oder sogar mit negativer Neigung, also oben breiter als unten. Das führt dazu, dass die unteren Zweige kein Licht mehr erhalten und innerhalb weniger Jahre absterben. Ein weiterer Fehler ist das Schneiden in praller Mittagssonne an heißen Tagen. Die frischen Schnittstellen trocknen dann aus, und die Hecke treibt schlechter nach. Besser sind kühle Vormittage oder bedeckte Tage. Auch zu tiefes Zurückschneiden in einem Arbeitsgang schadet: Die Pflanze bildet dann zwar neue Triebe, aber die Form geht verloren, und es dauert lange, bis die Trapezform wiederhergestellt ist.

    So wird der Schnitt in der Praxis ausgefüh

    Der Astring-Schnitt gilt als Königsweg beim Baumschnitt, weil die Wunde am Astkragen am schnellsten überwallt. Der Astkragen ist die ringförmige Verdickung an der Astbasis, in der das Holzgewebe des Astes in den Stamm übergeht. Genau dort liegen teilungsfähige Zellen, die eine Wunde zügig mit Kallus verschließen. Wer diesen Wulst stehen lässt und den Ast sauber ansetzt, spart dem Baum Jahre der Abschottung. Der häufigste Fehler ist jedoch nicht der zu flache, sondern der zu tiefe Schnitt mitten in den Kragen hinein.

    Haftwurzeln mit Gefühl statt mit Kraft lösen Efeu haftet nicht mit Dornen, sondern mit kleinen Haftwurzeln, die sich in feine Poren des Untergrunds klammern. Diese Haftwurzeln lassen sich mit einem flachen Spachtel oder einem Kunststoffschaber untergreifen. Das Werkzeug wird flach an die Wand angesetzt und mit leichtem Druck nach oben geschoben. Wichtig ist ein stumpfer Winkel von etwa 30 Grad. Zu steil angesetzt, gräbt sich die Klinge in den Putz. Bei rauem Mauerwerk arbeitet man in kurzen Bewegungen über die Fläche, nicht in die Tiefe.

    Vertrocknete Efeuranken an einer Mauer sehen unordentlich aus, doch der Versuch, sie einfach abzureißen, endet meist mit abgeplatzter Farbe, herausgerissenen Fugen oder beschädigten Steinen. Wer die Triebe ohne Zugkraft entfernen will, muss sie zuerst vom Untergrund lösen, statt an ihnen zu ziehen. Das gelingt mit wenigen Werkzeugen und etwas Geduld.

    Eine Hecke in Trapezform zu schneiden ist kein ästhetisches Detail, sondern eine Frage des Lichts. Bekommt die Unterseite zu wenig Licht, verkahlt sie innerhalb weniger Jahre. Der Grund ist einfach: Laubgehölze brauchen Sonne bis in den unteren Bereich, sonst werfen sie dort Blätter ab und treiben nicht neu aus. Ein senkrechter Schnitt an der Außenkante lässt oben mehr Licht ankommen als unten, weil die obere Kante den unteren Bereich beschattet. Die Folge sind kahle Stellen, durch die man hindurchsehen kann.

    Ein weiterer typischer Fehler ist der zu frühe Schnitt im Jahr. Geschnitten wird nach dem Austrieb, also ab Ende Mai oder im Juni, bei stark wüchsigen Hecken ein zweites Mal im August. Ein Rückschnitt im Spätwinter ist möglich, aber nur bei frostfreiem Wetter. Wer bei praller Mittagssonne schneidet, riskiert verbrannte Blattränder an den frischen Schnittstellen. Besser sind frühe Morgenstunden oder ein bedeckter Tag.

    Die obere Kante wird zum Schluss begradigt. Wer zuerst oben schneidet und dann die Seiten, verliert die Orientierung und produziert wellige Flächen. Wichtig ist außerdem, dass die Schnittfläche leicht nach außen geneigt ist, damit Schnee und Regen ablaufen und die Schnittstelle nicht fault. Ein häufiger Fehler ist der senkrechte Schnitt, weil er auf den ersten Blick ordentlich aussieht. Nach zwei bis drei Jahren zeigt sich dann die kahle Unterseite, und der Rückschnitt in die alten Bereiche dauert Jahre.

    Zum Schluss bleiben kleine Reste an der Wand. Diese werden nicht abgekratzt, sondern mit einer weichen Bürste trocken abgefegt. Sind noch dunkle Umrisse sichtbar, liegt das an Rückständen in den Poren. Ein feuchtes Tuch mit etwas Essigwasser entfernt sie, ohne die Mauer anzugreifen. Nach dem Trocknen zeigt sich, ob die Fläche ausgebessert werden muss. Wer diese Reihenfolge einhält, entfernt trockene Efeuranken ohne Zugkraft und ohne Schaden am Mauerwerk.

    Wo die Haftwurzeln sehr fest sitzen, hilft warmes Wasser. Ein Schwamm oder eine Sprühflasche befeuchtet die Stelle, zehn Minuten einwirken lassen, dann erneut mit dem Schaber lösen. Das Wasser weicht die Verbindung auf, ohne den Stein anzugreifen. Bei empfindlichen Oberflächen wie Kalkputz oder Sandstein sollte man den Schwamm nur tupfen, nicht reiben, und nach dem Lösen die Fläche trocken nachwischen.

    Zuerst wird der trockene Bewuchs auf ganzer Länge freigelegt. Mit einer Gartenschere werden die Ranken in handliche Abschnitte von etwa einer Armlänge geschnitten. Ein Schnitt alle 40 bis 50 Zentimeter reicht. So hängt später kein langes Gebilde an der Wand, das beim Anfassen unkontrolliert reißt. Die abgeschnittenen Stücke bleiben zunächst vor Ort liegen, denn sie stützen sich oft gegenseitig ab.

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